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Desolate
2. Halbzeit !
Harburger
Türksport – TSV Buchholz 08 4-2 (0-2)
Harburger
Türksport:
Schulz, Capu, Akyul, Oguz,
Kurt, Suyer, Toprak, Bayran, Bas, Tigit, Kocaman
TSV
Buchholz 08 II:
Norden (63. Bernau);
Brandes, Bartolin, Gleichauf, Neumann; v. Rönn, Knuth (72. Behrendt), Cordes,
Hartmann; Rückert (52. Buzhala), Akgün
SR:
Tore: 0-1 Akgün (11.); 0-2 Hartmann
(39.); 1-2 Bayran (70.); 2-2 Bayran (72.); 3-2
Bas (84.); 4-2 Tigit
(88.)
Zuschauer: 30
Bes.
Vork.: Rote
Karte: Sahin (72., Tätlichkeit), gelb/rote Karte: Bartolin (89. Wiederh.
Foulspiel)
„Das war ein deutlicher
Rückschlag, ein Rückfall in alte Zeiten! Ich dachte, an der Stelle wäre meine
Mannschaft schon weiter. So zufrieden ich zur Halbzeit war, so angefressen bin
ich jetzt nach Spielende! Jeder weitere Kommentar würde jetzt zu unsachlich
ausfallen…“, so die ersten spontanen Worte von 08-Coach Olli Aden.
Am heutigen Sonntag wurde
der neue Kunstrasenplatz an der Baererstr. In Harburg eingeweiht. Und das mit
einem Spitzenspiel. Der Tabellenzweite und Bezirkslbsteiger Harburger Türksport
empfing die Zweitvertretung des TSV Buchholz 08. Die Anfangsphase war recht
offen. Hüben wie drüben wurde um jeden Meter gefightet. In der 11. Spielminute
ein lupenreiner Konter der Nordheidjer. Einen Pass in die Tiefe von Joel
Rückert nahm 08-Torjäger Osman Akgün gekonnt mit und vollendete aus 16 Metern mit
links in lange Torwarteck. Weiter ging es mit einem Spiel auf Messerschneide,
die beste Chance in dieser Phase hatte die Türken mit einem Distanzschuss aus
16 Metern, der das Buchholzer Gehäuse nur knapp verfehlte (25.). In der 35.
Minute dann ein Freistoß der 08er von der halbrechten Seite. Paul Neumanns
Flanke verpasste Sebastian Hartmann nur ganz knapp mit dem Kopf am
5-Meter-Raum. 4 Minuten später dann die gleiche Kombination, Ecke Neumann
diesmal kommt Ersatzkapitän Hartmann mit dem Kopf an der Ball und kann ihn
unhaltbar zur Pausenführung versenken. „Bis zu diesem Zeitpunkt hat meine Mannschaft
meine Vorgaben fast zu 100 Prozent umgesetzt“, so Aden.
Irgendetwas schien dann aber
im Pausentee gewesen zu sein. Buchholz ließ sich von Beginn an sehr tief in die
eigene Hälfte drängen, die in der ersten Halbzeit so gut vorgetragenen Konter
fanden gar nicht mehr statt. Dazu kam, dass Torhüter Dominik Norden in der 60.
Minute nach überhartem Einsteigen eines türkischen Spielers verletzungsbedingt
das Spielfeld verlassen musste. Doch der Harburger Türksport konnte bis 70.
Minute nicht aus seiner erspielten Überlegenheit machen. Dann setzte man sich
gut über die linke Seite durch passte den Ball in die Mitte und kam zum
überfälligen Anschlusstreffer. Nur 2 Minuten später konnte man dann den
Ausgleich erzielen, nachdem ein Angreifer nach Buchholzer Abstimmungsproblemen
allein vor Ersatzkeeper Bernau auftauchte und ohne Probleme einnetzen konnte.
Türksport jetzt nach einem Platzverweis aufgrund einer Tätlichkeit trotz
Unterzahl mit Oberwasser. In der 84. Minute dann ein langer Freistoß, Keeper
Bernau schien das Leder bereits sicher zu haben, wurde dann jedoch von zwei
Gegenspieler hart angegangen, wodurch
der Ball wieder frei war. Da der Schiedsrichter, der nach der Pause ein wenig
seine Linie verloren hat, nicht abpfiff, hatte der Gastgeber keine Probleme,
aus zwei Metern ungehindert einzuschieben. Als Buchholz dann – wenn auch
äußerst unkontrolliert – alles nach vorn warf, um noch den Ausgleich zu
erzwingen, bekam man 2 Minuten vor Schluss dann auch noch das vierte Gegentor
innerhalb von 20 Minuten und damit die Entscheidung.
„Diesen Spielverlauf nach
klarer Führung hatten wir diese Saison bereits beim Auswärtsspiel bei Süderelbe
(3:3 nach 3:0-Führung, die Red,), wenn man bis zur 70. Minute mit 2:0 führt,
darf man sich solch ein Spiel nicht mehr nehmen lassen. Völlig unverständlich
ist für mich die Art und Weise, wie sich meine Spieler ergeben haben, so
spielen wir definitiv in der richtigen Spielklasse…der Zug ganz nach oben ist
mal wieder abgefahren. Wir kämpfen uns in der Tabelle immer mühsam heran, um
dann die entscheidenden Punkte fahrlässig liegenzulassen. Ich bin jetzt erst
mal bedient!“ so die Abschlussworte von 08-Coach Aden.
[Oliver Aden]
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