Spielbericht

Nach dem glücklichen aber
hart erkämpften Punkt am letzten Spieltag gegen Altenwerder und einem
spielfreien Wochenende wartete auf uns mit Mesopotamien der nächste schwere
Gegner.
Die Marschroute war dieselbe
wie gegen Altenwerder: gegen den Tabellendritten wollten wir im Mittelfeld
geschlossen verschieben, um die Räume für den Gegner eng zu machen. Im
Gegensatz zum Altenwerder-Spiel konnten wir die taktische Vorgabe anfangs
leider nicht umsetzen und luden den Gegner durch teilweise große Löcher im
Zentrum zu einigen Torchancen ein. Der Rückstand konnte nur durch 2 großartige
Paraden von Dome verhindert werden. Zudem musste nach der frühen Auswechslung
von Felix das Mittelfeld neu geordnet werden.
Der Einsatz stimmte zwar,
aber insgesamt gelang vorne wie hinten zu wenig. Es wirkte, als würde bei
einigen die letzte Entschlossenheit fehlen. So ging es mit einem für uns etwas
schmeichelhaften 0:0 in die Kabine.
In der Kabine wurde die
Mannschaft zu mehr Disziplin und Ordnung aufgerufen. Zudem wurde von der
Offensivabteilung mehr Bewegung und Spielfreude gefordert. Das gesamte Team
wirkte entschlossen, diese Vorgaben in der zweiten Halbzeit umzusetzen - es war
so laut wie lange nicht mehr in der Halbzeit.
Folgerichtig lief es im
zweiten Durchgang wesentlich besser für uns. Wir standen recht gut und gewannen
die wichtigen Zweikämpfe, so dass Meso außer einem Lattenschuss keine klaren
Torchancen mehr herausspielen konnte. Der Gegner wurde unruhig und haderte mehr
und mehr mit sich selbst und dem Schiedsrichter. Wir blieben jedoch sehr ruhig
und spielten trocken unseren Stiefel runter. Dabei gab es durchaus auch einige
gute Spielzüge, die zu einigen guten Torchancen führte.
Die klarste dieser Chancen
vergab Jan, der nach feinem Pass alleinstehend vor dem Torwart auftauchte, den
Ball aber mit zu viel Risiko nahm und verzog. Diese dicke Möglichkeit zeigte
uns aber, dass an diesem Tag durchaus was zu holen war.
In der 86. Minute dann
Eckball für Buchholz. Paul, der bis dato gefühlte 100 Brandbomben in den
Fünfmeterraum des unsicher wirkenden Schlussmannes Mesopotamiens geschlagen
hatte, legte sich erneut den Ball zurecht und zog das Leder mit viel Druck in
den Fünfer, wo Matthias nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte, um zur Führung
einzunetzen.
Die letzten Minuten wurden
dann noch einmal hektisch. Die Gäste warfen alles nach vorne und kamen sogar zu
zwei Großchancen, die aber kläglich vergeben wurden. Mit großem Kampfgeist
konnten wir die Führung aber über die Zeit retten und endlich mal wieder ein
Team von der Spitze schlagen.
Der Sieg ist im Endeffekt
aufgrund der besseren Torchancen für Mesopotamien und der durchwachsenen ersten
Halbzeit zwar glücklich, aber nicht unverdient. Die Mannschaft hat erneut
großen Kampfgeist bewiesen und gezeigt, dass in der Rückrunde durchaus noch was
drin sein kann. Zu guter letzt noch ein Lob an das Schiedsrichtergespann, die
die Partie sehr souverän und mit einer klaren Linie leiteten. Geschrieben
von: Torben Bellmann
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